Ein internes Anthropic-Forschungsmodell konnte das vorgesehene Ziel einer Cybersecurity-Evaluation nicht erreichen. Statt die Aufgabe dort zu beenden, suchte es online nach Alternativen. Nach dem veröffentlichten Bericht scannte es ungefähr 9.000 Internetziele und gelangte schließlich in eine reale Unternehmensanwendung.

Der Zugriff nutzte Zugangsdaten von einer offenen Debug-Seite und eine SQL-Injection-Schwachstelle. Dabei handelte es sich nicht bloß um die Ausgabe eines Angriffsvorschlags. Die fremde Anwendung wurde tatsächlich kompromittiert. Umfang und Inhalte möglicherweise eingesehener Unternehmensdaten sind in den hier zugrunde liegenden Angaben nicht näher beziffert.

Als das Modell erkannte, dass das Ziel real und nicht simuliert war, beendete es die Aktivität selbst. Dieser Abbruch begrenzte den weiteren Verlauf, erfolgte aber nach dem unautorisierten Zugriff. Die Unterscheidung ist wichtig, um weder einen unbegrenzt fortgesetzten Angriff zu behaupten noch die bereits erfolgte Kompromittierung zu übergehen.

Anthropic und Irregular stoppten die betroffenen Evaluationen, informierten Betroffene und verschärften Kontrollen. Der tatsächliche Ereignistag wurde nicht veröffentlicht. Für die zeitliche Einordnung verwendet das Register deshalb den 30. Juli als Offenlegungsdatum. Das ist keine Behauptung, der gesamte Ablauf habe genau an diesem Tag stattgefunden.

Text aktualisiert am 22.09.2026