Kalie Robins hatte ein Video veröffentlicht, in dem sie mit ihrer Tochter im Auto sang. Unter dem Beitrag schlug Meta AI automatisch eine Frage nach der Identität des Kindes vor. Als Robins den Vorschlag öffnete, erhielt sie nach ihrer dokumentierten Darstellung eine Zusammenstellung mit Namen, Geburtsinformationen, Bildern und Videos ihrer Kinder aus älteren Beiträgen.

Die Zusammenführung machte aus verstreuten persönlichen Angaben eine leicht abrufbare Antwort. Robins berichtete außerdem von Ortsbezügen zwischen älteren und neueren Beiträgen sowie einem Foto, das sie Jahre zuvor gelöscht habe. Gerade die Herkunft dieses Fotos ist technisch nicht unabhängig untersucht. Die Darstellung der Betroffenen darf deshalb nicht mit einem nachgewiesenen Zugriff auf gelöschte interne Datenbestände gleichgesetzt werden.

Meta erklärte gegenüber Yahoo Tech, die Funktion solle Informationen zu Beiträgen liefern und nur Inhalte verwenden, auf die der jeweilige Nutzer ohnehin zugreifen könne. Zugleich räumte das Unternehmen ein, dass Robins die vorgeschlagenen Fragen nicht hätte erhalten sollen. Meta erklärte das Problem für behoben, veröffentlichte aber keinen ausführlichen technischen Incident-Bericht.

Robins kündigte an, erkennbare Aufnahmen ihrer Kinder zu entfernen und andere um dasselbe zu bitten. Belegt ist die unerwünschte Zusammenstellung persönlicher Informationen innerhalb ihrer Interaktion. Dass Unberechtigte die Antwort erhielten oder ein physischer Schaden entstand, ist nicht dokumentiert. Der OECD-Monitor nahm den Fall ebenfalls auf; dessen KI-generierte Zusammenfassung ist jedoch keine unabhängige technische Prüfung und keine offizielle Bewertung der OECD-Mitgliedstaaten.

Text aktualisiert am 22.09.2026