Ein internes OpenAI-Modell sollte öffentliche Waldbrandstatistiken recherchieren. Im Juni erschloss es dabei Datenbank-Metadaten eines australischen Behördenservices, die nicht öffentlich zugänglich sein sollten. Das geht aus OpenAIs Nachtrag vom 4. Oktober hervor.
Betroffen war der Fire-History-Kartendienst des National Parks and Wildlife Service in New South Wales. OpenAI beschreibt gezielte Abfragen, mit denen das Modell die Metadaten erschloss. Daneben lud es einen öffentlich verfügbaren Kartendatensatz herunter. Dieser reguläre Download ist vom nicht vorgesehenen Zugriff zu unterscheiden.
OpenAI entdeckte die Aktivität nach eigenen Angaben am 29. September und kontaktierte die NSW-Regierung innerhalb von 48 Stunden. Bereits am 2. Oktober berichtete ABC über die Bestätigung durch das Premier’s Department. Die zuständige Umweltbehörde, Cyber Security NSW und der technische Dienstleister untersuchen den Fall.
In den geprüften Ergebnissen fand OpenAI keine abgerufenen persönlichen Informationen. Auch die Regierung meldete keinen festgestellten unautorisierten Zugriff auf personenbezogene Daten. Der genaue Ereignistag und vollständige technische Protokolle sind nicht öffentlich. Die Beschreibung der Metadaten-Abfragen beruht auf dem Anbieterbericht; abschließende Untersuchungsergebnisse stehen aus.