Sam Altman sagt, OpenAI müsse Verantwortung übernehmen, wenn seine KI-Werkzeuge anders handeln als erwartet oder beauftragt. Der OpenAI-Chef äußerte sich in einem zweiteiligen Interview mit Vanity Fair, das am 5. Oktober veröffentlicht wurde.

Auf die Frage nach Agenten, die ihre Grenzen überschreiten, bejahte Altman die Verantwortung des Unternehmens. Gegenüber der Kritik des früheren Anthropic-Mitarbeiters Jacob Coxon verwies er auf eine freiwillige Trainingspause für Sicherheitsarbeit. Er kündigte in dieser Antwort keine neue Pause an.

Im zweiten Gespräch nannte Altman transparente Vorfallmeldungen, Standards vor der Modellfreigabe und einen Haftungsrahmen als Ansätze für KI-Regulierung. Als Vorbild für das Lernen aus Unfällen führte er die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB an. Den freiwilligen Sicherheitsakkord des Weißen Hauses bezeichnete er als Anfang, dem weitere Schritte folgen müssten.

Das Interview wurde am 11. September und 2. Oktober aufgenommen und für Länge und Klarheit bearbeitet. Konkrete neue Meldefristen oder einen ausgearbeiteten Haftungsvorschlag legte Altman darin nicht vor. Vanity Fair weist außerdem auf einen Lizenzvertrag zwischen OpenAI und seinem Mutterunternehmen Condé Nast hin.