Anthropic will externe Sicherheitsprüfer direkt in die eigene Entwicklungsarbeit einbeziehen. Am 18. September 2026 kündigte das Unternehmen dafür eine Partnerschaft mit Accenture an. Dessen KI-Sparte Faculty soll das Team führen und Modelle auf gefährliche Fähigkeiten, Ausrichtung und Schutzmaßnahmen prüfen.

Die Prüfer sollen einen Zugang erhalten, der mit dem von Beschäftigten vergleichbar ist. Dadurch könnten sie Trainingsabläufe beobachten und mit Mitarbeitern sprechen, statt nur eine fertige Modellversion zu testen. Anthropic beschreibt die Kooperation als Umsetzung von Dario Amodeis Vorschlag zur externen Kontrolle.

Beide Unternehmen rechnen damit, über fünf Jahre jeweils mindestens eine Milliarde US-Dollar in diesen Bereich zu investieren. Das ist eine Planung, keine bereits geleistete Zahlung. Anthropic finanziert Accentures Prüfauftrag zunächst selbst. Die Partnerschaft ist nicht exklusiv; weitere Prüfer sollen hinzukommen.

Gerade die Unabhängigkeit braucht deshalb klare Regeln. Anthropic räumt ein, dass verbindliche Standards für Zugang, Berichterstattung und Finanzierung noch fehlen. Gespräche mit METR über anders finanzierte Pilotversuche laufen nach Unternehmensangaben. Anthropic will währenddessen weiter Modelle trainieren und veröffentlichen. Die Ankündigung belegt weder einen Entwicklungsstopp noch eine bereits nachgewiesene Verbesserung der Sicherheit.