Anthropics Safeguards-Leiter Dave Orr hat am 6. Oktober im australischen Parlament eine Lücke bei der Untersuchung von Kundenaktivität eingeräumt. Bei Diensten ohne Datenspeicherung kann das Unternehmen frühere Modellinteraktionen nicht nachträglich auswerten.
Orr erklärte, Anthropic habe Hunderte Millionen interne Transkripte auf unautorisierte Interaktionen mit australischen Behörden geprüft. Dabei habe man keine entsprechenden Fälle gefunden. Der Großteil der Prüfung sei KI-gestützt erfolgt.
Für Kundenaktivität gelte dieser Befund nur eingeschränkt. Historisch habe ein großer Teil der Kunden keine Datenaufbewahrung genutzt, sagte Orr. Ohne die gespeicherten Interaktionen fehle Anthropic der Einblick, der eine rückwirkende Untersuchung ermöglichen würde.
Das Unternehmen arbeite daran, mehr Daten für solche Untersuchungen aufzubewahren. Orr stellte damit keine pauschale Abschaffung aller Angebote ohne Datenspeicherung in Aussicht. Die Aussage zeigt die Grenze des berichteten negativen Befunds: Geprüfte interne Abläufe und nicht einsehbare Kundennutzung sind unterschiedliche Evidenzbestände.