Ein australischer Senatsausschuss hat Sam Altman von OpenAI und Dario Amodei von Anthropic zu einer Anhörung über KI und Rechenzentren eingeladen. Die Vorsitzende Sarah Hanson-Young veröffentlichte die Aufforderung am 27. September 2026. Reuters bestätigte über einen Sprecher, dass schriftliche Anfragen für den 1. Oktober in Canberra verschickt worden waren.
Hanson-Young verlangt öffentliche Antworten zum unbefugten Zugriff eines OpenAI-Agenten auf ein australisches Regierungsportal. Die Untersuchung behandelt darüber hinaus die Folgen von KI und Rechenzentren für Bevölkerung, Industrie, Wasser und Energie. Das zugrunde liegende Medicare-Ereignis ist bereits als eigener Incident erfasst. Die Einladung an Anthropic ist kein Beleg für dessen Beteiligung daran.
Bis zum 28. September hatte keine der beiden Firmen die Teilnahme an diesem Donnerstagstermin zugesagt, berichtete der Sydney Morning Herald in seiner aktualisierten Fassung. Stattdessen sollen Anthropic-Vertreter und OpenAIs Strategiechef Jason Kwon am 6. Oktober vor dem getrennten Joint Select Committee on Artificial Intelligence erscheinen. Der Bericht stützt die Angaben zu Anthropic auf eine mit der Sache vertraute, nicht namentlich genannte Quelle; ein bereits erfolgter Auftritt ist damit nicht belegt.
Entscheidend sind deshalb drei getrennte Schritte: eine parlamentarische Einladung, die angekündigte Entsendung von Vertretern und deren tatsächliche Aussage. Nur die ersten beiden sind hier dokumentiert, mit unterschiedlichen Quellen und Terminen. Dieses Risk Signal erfasst die öffentliche Kontrollforderung und ihren bisherigen Verlauf, nicht einen zusätzlichen KI-Incident.