Bill Gates hat im Gespräch mit NBC-Moderatorin Kristen Welker verpflichtende Schutzmaßnahmen und eine staatliche Beteiligung an der Überwachung von KI gefordert. NBC veröffentlichte am 25. September 2026 erste Ausschnitte; das vollständige Interview bei Meet the Press erschien am 27. September. Der Microsoft-Mitgründer hält die Selbstregulierung der Unternehmen für unzureichend.
Die Schlagzeile über eine Milliarde mögliche Todesopfer geht auf Gates' Antwort auf eine Frage nach existenziellen Gefahren zurück. Er sprach über die Verbindung leistungsfähiger KI mit Menschen, die Schaden anrichten wollen. Für diese Größenordnung legte er im Interview weder eine Berechnung noch eine Eintrittswahrscheinlichkeit oder einen Zeitraum vor. Sie ist seine Warnung vor einem denkbaren Schadensausmaß, keine belastbare Opferprognose.
Gates will, dass Politik und Strafverfolgungsbehörden festlegen, welche Schutzmaßnahmen und Überwachung verlangt werden. Er erwartet dadurch zusätzlichen Aufwand für die Branche, aber keine drastische Verlangsamung. Im längeren Interview sagte er laut Forbes zudem, er wolle gegenüber Donald Trump für verpflichtende Sicherungen eintreten, nicht für einen Entwicklungsstopp.
Auf die Frage, ob KI bereits außer Kontrolle sei, antwortete Gates im vollständigen Interview nach dem Forbes-Bericht mit Nein. Diese Einordnung gehört zur Warnung dazu. AI Incidents dokumentiert die Forderung als Risk Signal; sie liefert weder einen neuen Fall eigenmächtigen KI-Handelns noch den Nachweis einer bevorstehenden Katastrophe.