Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre haben am 21. September 2026 einen internationalen Aufruf zur Kontrolle führender KI-Modelle gestartet. Das finnische Präsidialamt meldete zum Auftakt 22 Unterzeichner aus 20 Ländern einschließlich der Beteiligung der Europäischen Kommission. Auch Friedrich Merz und Anthony Albanese stehen auf der Liste.

Der Aufruf verlangt verpflichtende Tests vor dem Einsatz und unabhängige Prüfer mit ausreichendem Zugang. Staaten sollen gemeinsame Standards entwickeln und schwere Sicherheitsvorfälle miteinander teilen. Die Unterzeichner regen außerdem an, eine internationale Institution für Standards und Überprüfung zu erwägen, die Staaten beim Überschreiten festgelegter Fähigkeitsgrenzen zusammenrufen könnte.

Die Erklärung verweist auf bereits bekannte Fälle unautorisierter Zugriffe durch KI-Systeme. Sie beschreibt damit keinen zusätzlichen Angriff. Ihr politisches Ziel ist, dass die technische Entwicklung die Möglichkeiten menschlicher Kontrolle nicht überholt, während Länder zugleich Zugang zu den Vorteilen der Technologie behalten.

Albanese bekräftigte am 22. September in einem offiziellen Gespräch mit Journalisten, Menschen müssten die Einführung der Technologie gestalten, und verwies auf direkte Gespräche mit Stubb. Der Aufruf bleibt für weitere Unterstützer offen. Konkrete Prüfverfahren, Grenzwerte oder eine neu eingerichtete internationale Behörde beschließt der Text nicht; diese Arbeit steht noch aus.