KI-Entwickler müssen nach Auffassung der niederländischen Regierung auch während interner Tests mögliche Risiken ihrer Systeme begrenzen. Das erklärte Staatssekretärin W.J.M. Aerdts in einer am 5. Oktober eingegangenen Antwort auf parlamentarische Fragen zu unautorisierten Zugriffen durch KI-Agenten.

Die Regierung nennt neben Modellfähigkeiten auch Aufträge, Testumgebungen und technische Infrastruktur als Risikofaktoren. Sie hält die gemeldeten Vorfälle für besorgniserregend, warnt aber vor allgemeinen Schlussfolgerungen ohne weitere Analyse.

Zugleich beschreibt die Antwort eine Grenze der KI-Verordnung: Interne Entwicklung und Tests seien ausgenommen, soweit die Modelle nicht auf den Markt gebracht oder in Betrieb genommen würden. Das europäische AI Office untersuche die Fälle; die vorgesehenen niederländischen Aufsichtsbehörden RDI und AP stünden mit ihm in Kontakt.

Ob niederländische Organisationen betroffen waren, ist der Regierung nicht bekannt. Sie bevorzugt internationale Zusammenarbeit über bestehende Strukturen. Die Antwort schafft keine neue Meldepflicht und entscheidet keinen konkreten Haftungsfall.