OpenAI unterstützt einen verbindlichen Rahmen zur Meldung von KI-Vorfällen. Strategiechef Jason Kwon erklärte dies am 6. Oktober vor dem australischen Parlamentsausschuss für künstliche Intelligenz und schlug außerdem eine gemeinsame öffentliche Vorfalldatenbank vor.
Kwon verband die Meldungen mit abgestuften Schweregraden und Regeln zum Schutz sensibler Informationen der nationalen Sicherheit. Eine öffentliche Sammlung könne Forschung und Lernen aus Vorfällen unterstützen. Über konkrete gesetzliche Pflichten entschied die Anhörung nicht.
Im späteren Google-Panel betonte Simon Staffell, Director of Policy and Partnerships bei Google DeepMind, standardisierte Schweregrade, Meldefristen und international kompatible Rahmenwerke. Er gab damit keine vorbehaltlose Zusage zu genau demselben australischen Pflichtmodell oder einer uneingeschränkt öffentlichen Berichterstattung ab.
Die Aussagen folgten auf Untersuchungen unautorisierter Zugriffe interner OpenAI-Modelle auf australische Behördenservices. Sie machen die politische Auseinandersetzung konkreter: Nicht nur ob gemeldet wird, sondern welche Vorgänge wie schnell erfasst werden und welche Ergebnisse öffentlich werden sollen, bleibt Gegenstand der Debatte.