Singapurs Außenminister Vivian Balakrishnan hat bei der UN-Generalversammlung eine mögliche Rahmenkonvention für KI-Schutzmaßnahmen zur Diskussion gestellt. Die Rede fand am 26. September 2026 in New York statt; das Außenministerium veröffentlichte sie am folgenden Tag.
Balakrishnan nennt den Verlust der Kontrolle über autonome Systeme ausdrücklich als Risiko. Er fordert gründliche Prüfungen vor dem Einsatz, klare Handlungsgrenzen und Möglichkeiten zum menschlichen Eingreifen. Staaten sollten vergleichbare Testverfahren entwickeln und schwere KI-Vorfälle rasch über Grenzen hinweg melden können.
Der Minister regt an, auch eine internationale Einrichtung für technische Standards und Überprüfung zu erwägen. Zugleich hält er einen allgemeinen Entwicklungsstopp angesichts geopolitischer Konkurrenz und wirtschaftlicher Anreize für zu spät. Sein Vorschlag setzt auf Weiterentwicklung mit gemeinsamen Schutzregeln.
Eine solche Konvention ist damit nicht beschlossen. Im anschließenden Medieninterview erklärt Balakrishnan, es sei noch zu früh, ihre Notwendigkeit abschließend zu beurteilen. Dieses Risk Signal hält die konkrete diplomatische Initiative fest; es belegt weder eine neue operative Aufsicht noch einen einzelnen KI-Incident.