Aus einem US-Vorschlag ist eine gemeinsame Zusage geworden. Nach dem Treffen von Donald Trump und Xi Jinping teilten das Weiße Haus am 25. September und das chinesische Außenministerium am 26. September 2026 mit, dass beide Staaten einen direkten Kommunikationskanal für KI-Zwischenfälle einrichten wollen.

Die beiden Mitteilungen beschreiben auch einen Dialog über Risiken und Nutzen der Technologie. Der nächste Austausch ist für November 2026 vorgesehen. Die USA nennen ihn Super-Intelligence-Dialog und sprechen entsprechend von Zwischenfällen mit „SI“; die chinesische Fassung verwendet „AI“. Ob der unterschiedliche Begriff später auch den Meldebereich verändert, geht aus den Texten nicht hervor.

US-Finanzminister Scott Bessent hatte wenige Tage zuvor einen Meldemechanismus für KI-Ereignisse auf der Ebene der nationalen Sicherheit vorgeschlagen. Damals war eine chinesische Zustimmung nicht öffentlich belegt. Die neuen Erklärungen beider Regierungen schließen genau diese Lücke: Sie bestätigen die Vereinbarung, einen Kanal aufzubauen. Sie belegen nicht, dass der Kanal bereits arbeitet.

Offen bleibt, welche Ereignisse eine Meldung auslösen, wer die Kontaktstellen betreibt, wie schnell informiert werden soll und welche Daten die Regierungen austauschen würden. Auch ein Startdatum nennen sie nicht. Ohne diese Regeln lässt sich die Wirksamkeit der Zusage noch nicht beurteilen.

Wir führen die Vereinbarung als Risk Signal. Sie ist eine politische Reaktion auf mögliche KI-Sicherheitslagen, aber kein Beleg für einen neuen Vorfall, bei dem ein KI-System eigenmächtig gehandelt hat. Der Incident-Zähler und die Timeline bleiben unverändert.