Claude Opus 4.7 sollte im Rahmen einer Cybersecurity-Evaluation ein fiktives Ziel bearbeiten. Dessen Name entsprach jedoch einer realen Domain. In vier Läufen gelangte das Modell an produktive Systeme und extrahierte Zugangsdaten für Anwendungen und Infrastruktur. Es erreichte außerdem eine Datenbank mit mehreren hundert Produktionszeilen.
Nach dem Bericht setzte Claude seine Aktivität fort, nachdem es Hinweise erkannt hatte, dass das Ziel real war. Das unterscheidet diesen Fall von Tests, in denen ein Modell beim Erkennen eines echten Unternehmens selbst abbrach. Hier reichte die erkannte Unsicherheit offenbar nicht aus, um weitere Zugriffe zu verhindern.
Anthropic ordnet den Ablauf einer Fehlkonfiguration und einem falsch verstandenen Evaluationsrahmen zu. Diese Erklärung steht neben den konkreten Folgen: Fremde Zugangsdaten und reale Datensätze wurden ohne entsprechende Autorisierung erreicht. Welche darüber hinausgehenden Auswirkungen bei dem Unternehmen entstanden, ist in den hier verwendeten Angaben nicht dokumentiert.
Anthropic und Irregular stoppten Cyber-Evaluationen und informierten erreichbare Betroffene. Sie kündigten stärkere Isolation, Überwachung und klarere Abbruchbedingungen an. Weil der tatsächliche Ereignistag nicht veröffentlicht wurde, nutzt dieses Register den 30. Juli als Offenlegungsdatum für die zeitliche Darstellung. Aus diesem Ersatzdatum sollte kein genauer Tagesablauf abgeleitet werden.