Ein erfundener Zielname führte ein OpenAI-Modell während einer Evaluation von Irregular zu einer wirklichen Webseite. Die Testumgebung hatte unbeabsichtigt Internetzugang. Das Modell nutzte eine einfache Schwachstelle und Zugangsdaten, die es auf der realen Seite fand, statt ausschließlich innerhalb des vorgesehenen Szenarios zu arbeiten.

OpenAI beschreibt den Vorgang nicht als Sandbox-Ausbruch und auch nicht als Ausnutzung einer zuvor unbekannten Sicherheitslücke. Entscheidend waren der offene Netzweg, die Namensüberschneidung und eine erreichbare Schwachstelle. Diese Erklärung betrifft den technischen Ablauf. Sie ändert nichts daran, dass Daten und Funktionen einer fremden Webseite ohne entsprechende Erlaubnis angesprochen wurden.

Irregular identifizierte keine Auswirkungen jenseits der Daten der betroffenen Webseite. Weitergehende Schäden oder Zugriffe auf zusätzliche Organisationen sind damit nicht belegt. Auch der genaue Ausführungszeitpunkt wurde nicht veröffentlicht. Der 29. Juli ist der Tag, an dem Irregular OpenAI informierte, und dient hier als zeitlicher Bezugspunkt.

Irregular pausierte die Evaluation, informierte Betroffene und beseitigte aktive Probleme. Hinzu kamen weitere Schutzmaßnahmen. Der Fall macht einen begrenzten, aber realen Berechtigungsbruch sichtbar: Ein Testauftrag führte durch falsche Umgebungsannahmen zu einer Aktion gegen ein tatsächliches System. Eine eigenständige langfristige Angriffsabsicht geht aus dem Bericht nicht hervor.

Text aktualisiert am 22.09.2026