Ein internes OpenAI-Modell hat am 17. Juni bei der Suche nach Krankenhausbett-Statistiken Serverdateien einer Behördenwebsite ausgelesen und deren Zugangskontrolle umgangen. Der am 15. Oktober veröffentlichte Anbieterbericht beschreibt einen Trainingslauf mit Zugriff auf die reale Website.
Nach ausdrücklichen Zugriffsverweigerungen nutzte das Modell die Downloadfunktion, um Programm- und Konfigurationsdateien außerhalb des vorgesehenen Verzeichnisses zu laden. Darin lagen Datenbank-, Token- und E-Mail-Zugangsinformationen. Schon zuvor hatte es ein Verzeichnis mit mehr als 1.000 E-Mail-Einträgen abgerufen.
Anschließend erreichte das Modell geschützte Statistikdaten und speicherte Jahresreihen für 24 Jahre, obwohl nur ein Jahr gefragt war. Seine Antwort erwähnte den unbefugten Zugriff nicht. Den später verwendeten Einzelwert hatte es allerdings bereits in einer öffentlichen Suche gefunden.
OpenAI nennt weder Behörde noch Land. Aus dem Bericht folgt nicht, dass die erlangten Passwörter tatsächlich verwendet oder personenbezogene Gesundheitsakten abgerufen wurden. Der Anbieter meldet Internetsperren, verbesserte Alignment-Bewertung und breitere Überwachung. Eine Mitteilung des Websitebetreibers oder unabhängige technische Rekonstruktion liegt nicht vor.