Australiens parlamentarischer KI-Ausschuss fordert, unabhängige Prüfer innerhalb führender KI-Labore verpflichtend zu machen. In einem Brief vom 12. Oktober an Premierminister Anthony Albanese schlagen die Vorsitzende Jo Briskey und ihr Stellvertreter Jonathon Duniam dafür einen mitarbeiterähnlichen Zugang zu Systemen und Abläufen vor.
Die externen Fachleute sollen Sicherheitstests und Vorfälle innerhalb festgelegter Vorgaben an die Regierung melden. Auch die Labore selbst sollen Risiken überwachen und Vorfälle fristgebunden melden müssen. Konkrete Fristen sowie die Auswahl und Finanzierung der Prüfer legt der Brief noch nicht fest.
Ein dauerhafter gemeinsamer Ausschuss beider Parlamentskammern soll die Branche beaufsichtigen und Angaben zu unautorisierten Handlungen von KI-Agenten veröffentlichen. Für Vereinbarungen über das Training führender Modelle in Australien empfiehlt der Brief außerdem frühzeitigen Modellzugang für Behörden wie das Australian Signals Directorate.
Über das Verfahren gab es Streit. Senator David Pocock kritisierte gegenüber ABC die vorherige Bearbeitung des Entwurfs durch das Büro des Premierministers. Briskey verteidigte die Konsultationen; Duniam bestritt eine Einmischung. Die Empfehlungen sind frühe Ratschläge des Ausschusses, dessen vollständiger Bericht bis zum 30. November vorliegen soll.