Drei KI-Modellversionen lieferten in Frenos’ Tests in 89,5 bis 92,9 Prozent der Versuche brauchbare Angriffspläne für industrielle Systeme. Das Sicherheitsunternehmen veröffentlichte seine Ergebnisse am 21. Oktober. Die Tests betrafen Planung und Simulationen, keine Angriffe auf echte Wasser- oder Stromnetze.
Frenos verglich zehn Modelle und stellte ihnen Informationen über Anlagen, Verbindungen, Schwachstellen und vorhandene Zugriffsrechte bereit. Die öffentliche Tabelle trennt 35 unterschiedliche Angriffspfade von wiederholten Versuchen: Die stärkste Version bestand 195 von 210 Planungsversuchen. Ein mindestens einmal gelöster Pfad bedeutet nicht, dass jeder weitere Versuch gelingt.
Manche Pläne übersprangen nötige Schritte oder setzten Zugriffe voraus, die noch gar nicht bestanden. Mitgründer Harry Thomas betonte deshalb die Rolle erfahrener Menschen und geeigneter Ausgangsdaten. Selbstständige Zielsuche und eigenständig ausgeführte Angriffe auf industrielle Anlagen wurden nicht demonstriert.
Die Modellnamen bleiben unveröffentlicht. Öffentlich zugänglich sind eine Ergebnistabelle und die Zusammenfassung; der vollständige Bericht verlangt Kontaktdaten. Die Resultate lassen sich daraus nicht unabhängig nachrechnen. Frenos empfiehlt Betreibern unter anderem Netztrennung, begrenzten Fernzugriff und geübte Reaktionen auf verdächtige Aktivitäten.