Gary Marcus stellt sich hinter die Cyberwarnung aus Anthropics Sicherheitsführung. In seinem eigenen Newsletter vom 24. Oktober erklärt der KI-Forscher, Jason Clinton und Salesforce-Chef Marc Benioff lägen mit ihrer Warnung richtig. Seine Zustimmung ist ausdrücklich formuliert, nicht nur ein geteilter Beitrag.
Clinton hatte Sicherheitsverantwortliche am 22. Oktober aufgefordert, bei ihren Vorständen jetzt Unterstützung für grundlegenden Schutz einzufordern. Die Lage werde zunächst schwieriger; ungefähr 18 Monate müsse man durchhalten, schrieb er. Das ist eine Prognose des Anthropic-Sicherheitsverantwortlichen, kein gemessener Zeitraum bis zu einer garantierten Entspannung.
Benioff unterstützte Clintons konkreten Beitrag mit einer kurzen Alarmmeldung. Marcus greift diese Zustimmung auf, kündigt aber weder eine gemeinsame Initiative noch eine neue Sicherheitsmaßnahme an. Sein Newsletter fragt breiter, ob generative KI insgesamt mehr Schaden als Nutzen bringe. Die negative Bilanz ist sein Urteil.
Bereits am 22. Oktober hatte Marcus gefordert, Regulierung nicht allein auf künftige Frontier-Modelle auszurichten: Auch bestehende Modelle könnten für Angriffe missbraucht werden. Seine Verweise auf Bankzugriffe belegen jedoch keine bestimmte eigenmächtige Agentenaktion. Dafür fehlen öffentlich nachvollziehbare Aufträge, Freigaben und Ausführungsprotokolle.