Microsoft kündigt am 19. Oktober 2026 zusätzliche Kontrollen für interne KI-Agenten an. Sicherheitschefin Hayete Gallot warnt, dass Unternehmen ihren selbst eingesetzten Agenten zu viel Vertrauen und zu weitreichende Befugnisse geben. Project Perception soll deren Handlungen fortlaufend überwachen und begrenzen.
Nadim Abdo beschreibt dazu dynamische, auf eine Aufgabe und deren Dauer beschränkte Rechte. Bei steigendem Risiko sollen Kontrollen Schreibzugriffe sperren, menschliche Zustimmung verlangen oder die Ausführung stoppen können. Guardian Agents sollen Schutzmaßnahmen koordinieren; die Sicherheitsgrenzen sollen außerhalb des überwachten Modells liegen. Das Beispiel eines Ausgabenagenten erläutert die Architektur, nicht einen berichteten Vorfall.
Die verlinkte Defender-Dokumentation unterscheidet ausdrücklich zwischen Agentenerkennung und Laufzeitschutz. Unterstützung in einer Liste bedeutet nicht, dass Schutz auf einem Gerät eingeschaltet ist. Windows-Laufzeitschutz und macOS-Erkennung werden dort als Vorschau geführt; außerdem nennt die Dokumentation Grenzen der Netzwerkprüfung.
Der Ansatz knüpft an Satya Nadellas Beitrag vom 10. Oktober an: Unternehmen sollen Modellfähigkeiten und Entscheidungsbefugnisse trennen. Er warnt dort zugleich davor, Gedankenausgaben eines Modells für durchgehend verlässlich oder transparent zu halten.
Project Perception wurde bereits im Juli vorgestellt. Neu ist die jetzt angekündigte Erweiterung auf interne Agenten. Terrell Cox aus Microsofts Sicherheitsführung beschreibt eigene Betriebserfahrungen als Grundlage der Entwicklung. Die Aussage ist eine Selbstauskunft des Unternehmens, keine externe Prüfung.
Die beiden aktuellen Beiträge erläutern konkrete Schutzmechanismen, veröffentlichen aber keine unabhängigen Messungen ihrer Zuverlässigkeit. Gallots Forderung nach stärkerer Modelltransparenz bleibt eine Sicherheitsposition. Aus der Ankündigung folgt nicht, dass jede Agentenaktion bereits vollständig kontrolliert werden kann.