Moonshot hat nach eigenen Angaben Cyberdaten aus zwei Trainingsstufen von Kimi K3.1 Pro entfernt, um offensive Fähigkeiten vor einer geplanten Freigabe der Modellgewichte zu begrenzen. Der aktuelle Forschungsbeitrag des Unternehmens trägt im offiziellen Index das Datum 24. Oktober.

Im internen Test xdev-bench-hard löste ein Modellstand ohne diese Filter 90,5 Prozent der Aufgaben, das fertige Modell 81 Prozent. Gemessen wird pass@3, also Erfolg innerhalb dreier Versuche. Die Aufgaben geben Quellcode und einen Fehlerhinweis vor; die Programme werden in einer getrennten Sandbox getestet, ohne feste Zeit- oder Ausgabelimits.

Auch nach der Datenbereinigung liegt K3.1 Pro laut Moonshot deutlich über seinem Vorgänger. Das Unternehmen führt dies auf die Übertragung allgemeiner Programmier- und Fehlersuchfähigkeiten zurück. Die Zahlen stammen vom Hersteller. Reuters berichtete am 25. Oktober ebenfalls über die Maßnahme und weist auf die fehlende unabhängige Bestätigung der Testergebnisse hin.

Moonshot will keine offenen Gewichte veröffentlichen, die die höchste verfügbare Cyberfähigkeit weiter anheben. Zugleich plant das Unternehmen, solche Fähigkeiten in offenen Modellen schrittweise auszubauen und begründet das mit defensiven Anwendungen. Die vollständigen Gewichte kündigt es bis zum 4. November an. Wie dauerhaft die Filterwirkung nach einer Weiterentwicklung durch Dritte wäre, zeigt der veröffentlichte Vergleich nicht.