Drei Forschende der Österreichischen Akademie der Wissenschaften fordern eine stärkere institutionelle Verantwortung für KI. Im Originalinterview vom 9. Oktober 2026 stellen sie heutige Machtverhältnisse und überprüfbare Aufsicht der Konzentration auf Weltuntergangsszenarien gegenüber.
Die Sozialwissenschaftlerin Astrid Mager fragt, wer unabhängige Prüfungen durchführen kann, über welches Fachwissen die Prüfer verfügen und welchen Zugang sie erhalten. Verantwortung dürfe nicht allein auf einzelne Beschäftigte mit menschlichen Kontrollaufgaben abgewälzt werden.
Wirtschaftsinformatiker Stefan Strauß empfiehlt wirksame Aufsichtsbehörden und Mindeststandards. Institutsdirektor Michael Nentwich setzt auf europäische Handlungsmöglichkeiten und Alternativen zu wenigen dominierenden Anbietern.
Die Forschenden formulieren Einschätzungen und Vorschläge. Das Interview misst weder technische Kontrollverluste noch künftige Aussterberisiken und verkündet kein neues verbindliches Regelwerk.