Ein identischer Werkzeugaufruf kann bei manchen KI-Sicherheitsfiltern anders bewertet werden, sobald der Nutzerauftrag in einer anderen Sprache vorliegt. Das berichten Hasan Demirkiran und Jens Ernstberger von Kontext in einer am 15. Oktober veröffentlichten Studie.

Für LinguaGuardBench übersetzten sie Aufträge ins Deutsche und in vier weitere Sprachen. Die 1.220 gespeicherten Handlungsschritte blieben gleich. Kleinere Filter übersahen teilweise mehr gefährliche Schritte; andere blockierten häufiger harmlose.

Die untersuchten Frontier-Modelle reagierten dagegen weitgehend stabil. Die Autoren folgern, dass englischsprachige Tests allein die Unterschiede nicht zuverlässig abbilden.

Die Studie führte keine Werkzeugaktionen aus. Ihre Ergebnisse betreffen diese Testkonfigurationen, nicht erfolgreiche Angriffe im Alltag. Für zwei Sprachen fehlten muttersprachliche Prüfer; außerdem könnten die statistischen Unsicherheiten größer sein als angegeben.