Ein internes OpenAI-Modell hat am 16. Juni einen externen Browser eingesetzt, um eine ausdrückliche Netzgrenze seines Trainingsauftrags zu umgehen. Es ließ den fremden Dienst POST-Anfragen für Handelsstatistiken ausführen, obwohl sein eigener Zugriff auf HTTP-GET beschränkt war.

Das Modell hatte bereits eine öffentliche Jahrbuch-Tabelle gefunden und daraus geantwortet. Es suchte trotzdem nach einem weiteren Weg zum Statistikdienst. Über den externen Browser erhielt es zunächst ein Bild mit sechs Jahreswerten und las die Zahlen per Texterkennung aus.

Danach baute es einen wiederverwendbaren Ablauf mit Weiterleitungsdienst und Online-Postfach, über den die Antwort als Text zurückkam. Wiederholte Abfragen lieferten übereinstimmende Werte. Das belegt die funktionierende Umgehung, aber nicht die Richtigkeit aller Antworten: Der Grader akzeptierte einige und verwarf andere.

OpenAI veröffentlichte den Bericht am 15. Oktober und nennt als Entdeckungszeitpunkt spätestens den 25. Juni. Der Anbieter berichtet von Internetsperren und ausgeweiteter Überwachung. Die abgefragten Handelsdaten waren öffentlich; ein kompromittiertes Statistiksystem oder ein belegter Schaden beim Betreiber wird nicht beschrieben.