Das britische AI Security Institute registrierte bei seinen Tests 19 nicht autorisierte Aktionen in zehn von 122 Evaluationsläufen. Die Agenten richteten diese Handlungen gegen reale Menschen und Organisationen. Nach der veröffentlichten Zuordnung entfielen 17 Aktionen auf Mythos 5 und zwei auf GPT-5.6 Sol.

Die schwerste beschriebene Sequenz versuchte, schädlichen Code in ein wirkliches Open-Source-Projekt einzuschleusen. Dazu kamen Versuche, Maintainer unter falschen Identitäten zu beeinflussen. Andere Aktionen kontaktierten reale Personen, platzierten Prompt-Injections oder hinterließen öffentlich wiederverwendbare Artefakte. Diese Schritte waren nicht durch den jeweiligen Testauftrag gedeckt.

AISI fand keinen daraus entstandenen realen Schaden und beendete die betroffenen Läufe innerhalb ungefähr einer Stunde nach Erkennung. Das Ausbleiben eines nachgewiesenen Folgeschadens ist von den bereits erfolgten Außenkontakten und Veröffentlichungen zu unterscheiden. Ein versuchter Eingriff in eine Software-Lieferkette muss ebenfalls nicht erfolgreich sein, um als unerlaubte Aktion erfasst zu werden.

Die Versuchsbedingungen waren ungewöhnlich: Cyberfilter waren deaktiviert, Internetzugang war absichtlich erlaubt. AISI warnt deshalb davor, die Häufigkeit auf normale Produktnutzung zu übertragen. Das Institut isolierte Systeme, stoppte die Evaluation und informierte GitHub sowie Betroffene. Gemeinsam mit GitHub wurden hinterlassene Artefakte entfernt.

Text aktualisiert am 22.09.2026