Das britische AI Security Institute prüft KI-Modelle, genehmigt oder verbietet ihre Veröffentlichung aber nicht. Das stellte Institutsdirektor Henry de Zoete bei einer Parlamentsanhörung am 13. Oktober klar. Die am 19. Oktober veröffentlichten Wortprotokolle dokumentieren Forderungen nach früheren Kontrollen, Zusagen der Anbieter und offene Entscheidungen der Regierung.
Daniel Kokotajlo vom AI Futures Project verlangte Tests bereits vor dem internen Einsatz leistungsfähiger Modelle für KI-Forschung. Aengus Lynch forderte unabhängige Prüfungen anhand vorab festgelegter Risikoaussagen. Lynch beschrieb sich als externer Anthropic-Kollaborateur, nicht als ehemaliger Mitarbeiter. Steven Adler warnte vor Grenzen der Modellprüfung, widersprach aber der Schlussfolgerung, solche Tests seien grundsätzlich wertlos.
Anthropics Lord Liam Booth-Smith und OpenAIs Tom Duff Gordon unterstützten verbindliche gesetzliche Regeln und Meldepflichten für Sicherheitsvorfälle. Google DeepMinds Owen Larter betonte die Ausgestaltung von Standards. Metas Rob Sherman verwies auf bestehendes Recht und eine gesetzliche Grundlage für das Institut. Eine gemeinsame Zusage aller vier Unternehmen zu demselben neuen Regelwerk ergibt sich daraus nicht.
Auch der Modellzugang blieb an Bedingungen gebunden. Duff Gordon stellte künftigen Zugang für das Institut unter den Vorbehalt amerikanischer rechtlicher Vorgaben. Eine dauerhafte Einbindung staatlicher Prüfer schon sehr früh in die interne Entwicklung wurde nicht von allen Anbietern zugesagt. Benachrichtigungen betroffener Stellen unterschieden die Zeugen von der öffentlichen Offenlegung technischer Einzelheiten.
Die Regierungsvertreter ließen offen, ob und wann neue verbindliche Meldepflichten kommen. De Zoete beschrieb das Institut ausdrücklich als Forschungsorganisation, nicht als Regulierungsbehörde. Die Aussagen und Zusagen sind damit öffentlich dokumentiert; sie belegen weder eine bereits beschlossene neue Regulierung noch die Wirksamkeit der versprochenen Sicherheitskontrollen.