Chris Murphy will KI-Modelle staatlich genehmigen lassen, bevor sie breit freigegeben werden. Im NBC-Interview vom 24. Oktober fordert der demokratische US-Senator ein Zulassungssystem für Modelle und für Produkte, besonders in sensiblen Bereichen.

Murphy verbindet den Vorschlag mit seiner Sorge, dass leistungsfähigere Modelle menschlicher Kontrolle entgleiten könnten. Die Unternehmen könnten das Problem unter dem Druck schneller Entwicklung nicht allein lösen, argumentiert er. Das ist seine politische Bewertung, kein neuer technischer Untersuchungsbericht.

Ein pauschales Moratorium für Rechenzentren fordert er nicht. Mit einem belastbaren bundesweiten Regelwerk sei es wahrscheinlich nicht nötig, sagt Murphy. Wo solche Regeln fehlten, könne ein Baustopp aus seiner Sicht jedoch als grobes Mittel gegen befürchtete Arbeitsplatzverluste dienen.

Davon trennt Murphy den bereits gemeinsam mit Josh Hawley angekündigten Haftungsvorstoß für KI-Agenten. Er verweist darauf, dass die Rechtslage noch nicht durch eine gefestigte Rechtsprechung geklärt sei. Weder die Zulassungsforderung noch der ältere Entwurf sind im Interview als geltendes neues Recht belegt.