Hugging-Face-Chef Clément Delangue hat am 20. Oktober die Netflix-Dokumentation über den Angriff von OpenAI-Agenten auf sein Unternehmen kritisiert und mehr Transparenz gefordert. In seinem eigenen Beitrag wirft er dem Film vor, technische Systeme zu stark zu vermenschlichen und wichtige Fragen der Absicherung auszublenden.
Delangue schreibt, er habe mehr als zwei Stunden mit den Filmschaffenden über Fehler und die technische Einordnung gesprochen. Seine Kritik richtet sich gegen die Darstellung und deren aus seiner Sicht fehlende Bodenhaftung. Das ist sein Urteil als Beteiligter, keine unabhängige Prüfung des gesamten Films.
Er vermisst insbesondere die Diskussion über Eingrenzung und Überwachung der Agenten. Außerdem verweist er auf Schutzmechanismen geschlossener Modelle, die nach seiner Darstellung Verteidigungsarbeit behinderten, und den Einsatz eines offenen Modells zur Gegenwehr.
Delangue fordert vollständige Agentenabläufe und die fortbestehende Verantwortlichkeit von Unternehmen für ihre Systeme. Der neue Beitrag ergänzt die öffentliche Debatte über einen bereits bekannten Angriff; er liefert keine neuen vollständigen Ausführungsprotokolle. Netflix führt den Film unter dem Titel „Instadocs: AI Gone Wild“.