Kann die KI-Branche ihre Risiken selbst begrenzen? Der britische Oberhaus-Ausschuss für internationale Beziehungen und Verteidigung hat am 22. Oktober eine Beweisaufnahme eröffnet, die diese Frage ausdrücklich stellt. Stellungnahmen zur internationalen KI-Governance können bis zum 26. November eingereicht werden.
Der Fragenkatalog verlangt eine Bewertung der Warnungen führender Branchenvertreter und ihrer Forderungen nach internationalen Regeln. Er fragt außerdem, welche Initiativen autonome Waffensysteme kontrollieren sollen und wie ihre Erfolgsaussichten einzuschätzen sind.
Vorsitzender Lord Robertson of Port Ellen erklärte, der Ausschuss wolle untersuchen, welche Aufgaben internationale Zusammenarbeit erfordern und ob bestehende Institutionen dafür gerüstet sind. Auch die Rolle Großbritanniens und der großen Technologieunternehmen steht zur Diskussion.
Die Beweisaufnahme ist Teil einer laufenden Untersuchung zum Multilateralismus. Welche Aufsicht funktioniert und wo Selbstregulierung scheitert, soll sie erst klären; Ergebnisse legt der neue Aufruf noch nicht vor.